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Fluntern Magazin – Lokaljournalismus

Das Fluntern Magazin ist auf eines der interessantesten Quartiere der Schweiz fokussiert. Mit Universität, Universitätsspital, ETH, Zoo und Fifa und einer Bevölkerung von 8685 Personen gehört es auch zum privilegierten Wohnquartier von Zürich. Das Fluntern Magazin bildet das Quartier mit Lokaljournalismus ab und wird kostenlos allen Briefkästen in Fluntern zugestellt, auch den 83 Prozent Haushalten mit einem Stopp-Werbung-Kleber an ihrem Briefkasten. Denn das Fluntern Magazin hat einen amtlichen Charakter, weil alle wichtigen Stakeholder des Quartiers im Blatt vertreten sind. Die Partner Quartierverein, Primarschule Fluntern, Kirchen, Universität Zürich und Universitätsspital Zürich USZ leisten eigene Beiträge, die klar als solche erkennbar sind. Denn das Fluntern Magazin ist eine Zeitschrift nach journalistischen Kriterien ohne Zuschriften von Parteien, Vereinen oder aus der Leserschaft.

Das Fluntern Magazin erscheint zehn Mal im Jahr, im Juli/August und im Dezember/Januar als Doppelnummer.

«Eine gute Nachbarschaft ist eine Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie», sagte Hans Vontobel, Bankier und Fluntermer, der viel für das Quartier getan hat. Eine gute Nachbarschaft braucht auch Informationen, einen guten Lokaljournalismus.

Mit Staunen beenden und beginnen

Die Adventszeit wird heute als Weihnachtszeit bezeichnet, obschon der Advent mit vielen Bräuchen auf Weihnachten einstimmen soll. An Weihnachten wird die Geburt eines Kindes gefeiert, das später als Mann eine Religion stiftete, das Christentum. Dabei geht immer wieder vergessen, das Jesus ein Jude war, aufgewachsen in der jüdischen Tradition unter Obhut von Josef. Das Judentum ist deshalb die Mutterreligion des Christentums, was zu einem entsprechenden Respekt verpflichtet.

Von Russland über Italien nach Fluntern

Diese Adventszeit ist mit vielen Herausforderungen verbunden: Corona verunsichert erneut, die Energiekrise und die hohe Inflation lösen Sorgen aus und der Krieg in der Ukraine mit den russischen Atomdrohungen sorgt für Beunruhigung. In Rom will die postfaschistische Giorgia Meloni als Regierungschefin ein Präsidialsystem einführen. In der Europäischen Union (EU) könnte sie die gleichgesinnten Regierungen Ungarns und Polens unterstützen, denn ihre Partei Fratelli d’Italia gehört im EU-Parlament der gleichen Fraktion an wie die polnische Partei Recht und Gerechtigkeit. Beide haben bereits gegen die Herabstufung Ungarns zu einer Wahlautokratie gestimmt. Was hat das mit Fluntern zu tun? Im Februar wird das Kantonsparlament neu gewählt. Bettina Balmer-Schiltknecht ist die einzige Fluntermerin im Kantonsrat und macht dort auch Politik für Fluntern.

Aus sich «hinauskippen»

Die Menschen erleben sich am intensivsten, wenn sie sich hinwenden können. Das klingt paradox, ist aber so. Wenn man aus sich «hinauskippt» und dabei für jemanden oder eine Sache aufgeht, kann das sehr erfüllend und entsprechend befriedigend sein. Als Gastgeberin und Gastgeber sind solche Momente besonders leicht erlebbar. Laurent Perrenoud ist von Beruf aus Gastgeber an einem ganz besonderen Ort am Zürichberg. Er repräsentiert die ETH der wissenschaftlichen Welt von einer menschlichen Seite: in der stupenden Villa Hatt

Raum und Zeit – die Herausforderung

Sie sind immer da, aber letztlich schwer zu fassen: Raum und Zeit. Denn weder Raum noch Zeit existieren unabhängig von Materie. Darüber macht man sich in der Regel wenig Gedanken, weil es schnell sehr komplex wird. Auf spielerische Weise vermittelt derweil Martina Schall mit ihren Kunstwerken die Dimensionen von Raum und Zeit. Sie arbeitet im ehemaligen Gebäude der Meteo Schweiz und komprimiert tägliche Routine in reduzierte Formen.

Es kommt anders

Als man denkt, befürchtet oder prophezeit. Denn der Blick voraus, ein tiefer Wunsch der Menschen, bleibt ein defizitäres Unterfangen. Am 7. Juni 1970 stimmte die Schweiz über die Überfremdungsinitiative von James Schwarzenbach ab. Die Vorlage versetzte die Nation in Aufruhr, denn 350 000 Ausländerinnen und Ausländer hätten damals bei Annahme die Schweiz verlassen müssen. Schwarzenbach residierte in Fluntern in einer prächtigen Villa und veranstaltete regelmässig Herrenabende mit Zigarren und Cognac. 54 Prozent stellten sich schliesslich gegen seine Vorlage.

Zeit für Revisionen

Auf der Seite der Bedürftigen steht seit 50 Jahren die Limmat Stiftung. Sie wurde von Fluntermern mit einer zündenden Idee gegründet und hat bis heute mit über 300 Millionen Franken vor allem Bildungsprojekte in der Welt unterstützt. Eine grossartige Arbeit und deshalb auch Zeit, die Wahrnehmung der Limmat Stiftung zu revi­dieren.

Menschsein ist mitsein

Der russische Überfall auf die Ukraine hat vor Augen geführt, dass Sein ein Mitsein ist. Und Menschsein, das ist jetzt sehr emotional erlebbar, verpflichtet zum Mitsein. Was das nun konkret bedeutet, haben die vergangenen Wochen in beispielloser Weise weltweit gezeigt. Eine Anteilnahme, ein Zusammenstehen und eine Solidarität in einem beispiellosen Ausmass. Das hat eine so starke Katalysatorwirkung, dass die Masken fallen.

Die Magie der Transzendenz

Mit einem aufmerksamen Musikkonsum ist das manchmal der Fall: Die Seele öffnet sich, neue Gefühle steigen hoch. Denn die Musik ist ein Phänomen, sie erfasst den Menschen ganz und kann ein neues Erleben aus seiner Tiefe auslösen. Transzendenz wird mit Überschreiten der Grenzen von Erfahrungen und Bewusstsein umschrieben. Mit dem sechsteiligen musikalischen Zyklus zur Schöpfungsgeschichte in der Grossen Kirche Fluntern in Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) wollen Pfarrerin Chatrina Gaudenz und ZHdK-Dozent Till Löffler solche Erfahrungen ermöglichen

Ein Privileg, das gepflegt sein will

Am 13. Februar ist in der Stadt Zürich Wahltag für Exekutive und Legislative – da wird belohnt und bestraft. Vor vier Jahren war die Beteiligung bei diesen Wahlen in Fluntern wunderbar – die beste der Stadt. Die vergangenen Jahre haben beim Blick in die Welt hinaus gezeigt, dass die Demokratie immer wieder neu errungen werden muss.

Facelifting zum Jahreswechsel

Nach fünf Jahren «Fluntermer» ist die Zeit fällig für ein Facelifting. Der Begriff aus der ästhetischen Chirurgie umschreibt eine Straffung des Erscheinungsbildes. Medien müssen den Wandel der Zeit spiegeln, um attraktiv zu bleiben. Das gilt auch für eine Quartierzeitschrift.

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Das Fluntern Magazin erscheint monatlich (im Sommer Juli/August und im Winter Dezember/Januar als Doppelnummer) jeweils zu Monatsbeginn.

Das Fluntern-Magazin ist eine Zeitschrift nach journalistischen Kriterien ohne Zuschriften von Parteien, Vereinen oder aus der Leserschaft. Die Partner Quartier­verein, Primarschule Fluntern, Kirchen, Universität Zürich und Universitätsspital Zürich USZ leisten eigene Beiträge, die klar als solche erkennbar sind.

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